• Der bedrohte Kiebitz Vanellus vanellus ist der "Wappenvogel" der Ala. Dieses Küken ist erst wenige Tage alt.

  • Die Ala hat zu ihrem 100-jährigen Bestehen 2009 mehrere Schutz- und Forschungsprojekte zugunsten des Kiebitzes unterstützt.

  • Der Tannenhäher Nucifraga caryocatactes versteckt jedes Jahr mehrere 10'000 Arvennüsse als Wintervorrat – und findet die meisten wieder.

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    Die exotisch wirkende Bartmeise Panurus biarmicus ist die einzige Vertreterin ihrer Familie in Europa.

  • Der Turmfalke Falco tinnunculus ist der häufigste Falke in der Schweiz.

  • Der Haubentaucher Podiceps cristatus ist bekannt für seine spektakulären Balzrituale.

  • Das hübsche Blaukehlchen Luscinia svecica ist in Europa mit mehreren Unterarten vertreten. Das weisssternige kommt in der Schweiz ausschliesslich als Durchzügler vor.

  • Der Graureiher Ardea cinerea wurde früher als Fischfresser verfolgt und fast ausgerottet, mittlerweile hat sich der Bestand in der Schweiz erholt.

Am 3. März 2018 fand der durch die ALA organisierte Gewöllkurs im Naturmuseum Olten statt. Umgeben von Mammutzähnen und anderen Ausstellungspräparaten bot das Naturmuseum in Olten eine sehr passende Umgebung, um diesen Kurs durchzuführen. Besten Dank an dieser Stelle für die Gastfreundschaft des Naturmuseums.

Unter kompetenter Anleitung von Jacques Morel und Simon Birrer konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Speiseplan der Eulen unter die Lupe nehmen. Eulen können die Knochen, Haare und Federn ihrer Beute nicht verdauen und werfen diese in Form von Gewöllen wieder aus. Vor allem aufgrund von Merkmalen an den Schädeln lassen sich die Beutetiere bis auf die Art bestimmen. Daraus können wir nicht nur Einblick in die Nahrung der Eulen, sondern auch Informationen zur Verbreitung der Beutetiere erhalten. Für ersteres gibt es hier eine eindrückliche Publikation von Simon Birrer, einem der beiden Kursleiter. Zurzeit entsteht der Atlas der Säugetiere der Schweiz, da sind gerade Daten zur Verbreitung von Kleinsäugern hoch willkommen.

Im Kurs wurden wir in die Grundlagen zur Analyse von Eulengewöllen und deren Einsatzgebiete eingeführt. Am Nachmittag übten wir die Bestimmung von Beutetieren (vor allem Kleinsäuger). Wenn man weiss, auf was man achten muss, dann ist die Unterscheidung der Kiefer von Wühl-, Spitzmäusen und Maulwürfen gar nicht so schwer! Die Bestimmung auf Artniveau ist dann aber schon viel anspruchsvoller.

Viele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer brachten Gewölle aus der eigenen Region mit. Dies war besonders interessant. Was haben die Eulen gefressen, die zum Beispiel im Eulenkasten brüten, den wir selber aufgehängt haben? Mit den Resultaten können wir nun auch einen kleinen Beitrag zum Säugeratlas leisten.

Einen grossen Dank an die beiden Organisatoren des Kurses, Simon Birrer und Jacques Morel! Der Kurs war der ideale Einstieg in die Analyse von Eulengewöllen. Jetzt heisst es für uns Teilnehmerinnen und Teilnehmer aber erstmal üben, üben und nochmals üben!

Wegen des grossen Interesses werden wir den Kurs 2019 wiederholen. Der Kurs wird wiederum Ende Februar oder Anfang März stattfinden. Austragungsort wird das Naturhistorische Museum in Bern sein.

Bericht: Tobias Roth

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